Sind Sie Aussiereif?

Was ist das eigentlich, wenn ich eine Announce lese: HD, ED, PRA, CEA, Katarakt Gen, MDR, Augenuntersuchung? Ich möchte doch nur einen Familienhund!?

Leider ist auch der Australian Shepherd keine Hunderasse, die vor erblichen Krankheiten geschützt ist. Eine unkontrollierte Zucht heisst unkontrollierte Vermehrung der Krankheiten in einer Rasse, mit dem Ergebnis KEIN GESUNDER FAMILIENHUND. Statt dessen, Trauer, Mitgefühl für ein leidendes Tier, hohe Arztkosten. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wovor man als seriöser Züchter einen Wurf plant, mit welchem Erbgut man Welpen auf die Welt setzt!


Was ist HD: HD heisst Hüftgelenksdysplasie

Was ist ED: ED heisst Ellenbogendysplasie

Was sind die Folgen wenn mein Aussie betroffen ist?

Unter Hüftgelenksdysplasie verstehen man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. HD entwickelt sich in den ersten 15 Monaten des Lebens eines Hundes, später verändert sich nur noch das Ausmass der Arthrose. Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnützung (Arthrose) der Hüftgelenke.

Die Entwicklung der Hüftgelenke wird massgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst: durch die Erbanlage und durch die Ernährung des Hundes. Kommen derart aufgezogene, erblich belastete Hunde zum Zuchteinsatz, wird die Veranlagung zu HD an die nächste Generation weitergegeben. Die Folge ist, dass unter den Nachkommen von Hunden mit guten Hüftgelenken dysplastische Nachkommen auftrete.

Die Ellbogendysplasie ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomplex des Ellenbogengelenks. Die ED stellt eine vererbete Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende Faktoren. Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks und der gelenkbildenden Knochenteile mit Lahmheit. Die Krankheit schreitet lebenslang fort und ist nicht heilbar!

Augenkrankheiten ein schmerzvolles Kapitel bei den Aussies:

PRA : progressive Netzhaut Atrophie, kurz gesagt die Netzhaut im Auge zieht sich zurück, Ergebnis Beeinträchtigung des Sehvermögens, die bis zur Blindheit führen kann.

CEA: angeborene Entwicklungsstörung des Augenhintergrundes.

Katarakt: Trübung der Linse oder Linsenkapsel, Ergebnis Sehbeeinträchtigung bis Blindheit.

Dies sind nur einige der weiteren Krankheiten. Für weitere Infos: http://www.ashgi.org/

Kaufen Sie niemals einen Welpen, der nicht zwischen der 6.-8. Woche bei einem fachkundigen Augenarzt untersucht wurde, das Risiko ist gross! Nur in diesem Welpenalter kann man einige Augenkrankheiten erfassen, die ansonsten nur noch dann zu erkennen sind, wenn ihr Aussiebaby erkrankt ist!

MDR: Es handelt sich beim MDR-1-Defekt nicht um eine KRANKHEIT, ausnahmsweise!

Es ist ein Defekt in der Blut-Hirn-Schranke bei gewissen Medikamenten. So kann es passieren, dass der Hund wegen Durchfall behandelt wird sterben kann, weil er falsch medikamentös behandelt wurde. Der MDR-1-Defekt tritt vorrangig bei allen Collierassen oder aber bei allen Rassen in denen der Collie ursprünglich eingezüchtet wurde, also auch bei unserem Aussie.
Es gibt 3 Arten dieses Gendefekts:

-/- Der Aussie ist selbst betroffen und vererbt er es auch weiter

+/- Der Aussie ist selbst nicht betroffen, ist aber Träger des GEN-Defekts und vererbt

+/+ Der Aussie ist frei von dem GEN-Defekt

Wichtig ist bei einem betroffenen Aussie zu wissen, dass er betroffen ist und welche Medikamente für ihn tötlich sein können. Auch hier weitere Infos unter: http://www.mdr1-defekt.de/

 

 

Zum Schluss noch: Angebot und Nachfrage schaffen den Marktwert eines Produktes. Das Produkt “Aussie” wird und ist, durch die Anzahl unseriöser Züchter” zum Verkaufsschlager geworden. Masse anstatt Qualität. Sie mit ihrem Handeln werden in Zukunft entscheiden, ob der Aussie eine gesunde, lebensfreudige Rasse bleibt oder durch ihre Unterstützung von unkompetenten Züchten mit ihren Schnäppchenpreisen, ein Krüppel!

 

Wie ist mein zukünftiger Aussie?

 

 

Seine Stärke
Der Australian Shepherd, auch Aussie genannt, ist ein sehr intelligenter Hund mit Drang zur Arbeit. Er hat einen guten Instinkt zum Führen und Wachen, ist vielseitig und leicht zum Ausbilden, dies gilt für Hündinnen und Rüden. Sie haben einen zurückhaltenden Charakter, aber niemals aggressiv, sei es gegen andere Hunde oder fremde Menschen. Man sagt ihm auch nach, dass er ein lächelnder Hund sei, da er sehr gerne die Lefzen hochzieht, um zum Spielen aufzufordern. Dies darf nicht mit Aggressivität verwechselt werden.

Vom Erscheinungsbild sticht der Aussie wegen seiner eleganten Beweglichkeit und der Vielseitigkeit der Farben ins Auge. Man trifft ihn zum Beispiel als black tri, blue merle, red merle an (mehr unter http://www.ashgi.org/color/), oder trifft die unterschiedlichsten Augenfarben von blau, braun, amber auf verschieden Arten kombiniert.

Er ist ein Hund, der trotz seinem Drang zur Bewegung auch gut im Haus wohnen kann, wichtig ist, dass man ihm die Möglichkeit gibt sich durch Arbeit oder Bewgung auszupowern.

In seinem Ursprungsland Amerika ist er sehr beliebt im Hundesport wie Obedience, Flyball, Frisbee, Hüten. Der Australian Shepherd eignet sich ebenfalls für Pet Therapy und als Fährtenhund zu arbeiten.

Aussies lieben den engen Kontakt zu ihrem Partner Mensch, besonders, wenn es darum geht zu spielen. Mit Kinder können sie sehr sanft umgehen und fühlen sich meist verantwortlich für sie. Sie gliedern sich schnell in eine Familie ein, auch wenn dort schon andere Tiere vorhanden sind.

 

 

Die Schwächen
Wenn der Aussie nicht als Welpe richtig stimuliert wurde, könnte er im Alter sehr dickköpfig werden und nicht sehr flexible. Wenn man ihnen etwas beibringt, können sie es leicht auch mal sehr buchstäblich nehmen. Wegen ihrem Drang zum Bewachen ihres Grundstückes könnten sie zu Bellern werden. Da der Aussie sehr gern leitet, kann es sein, dass er andere Tiere im Haushalt hütet. Aus diesem Grund ist es angebracht ihn so schnell wie möglich mit seinem neuen Rudel in Kontakt zu setzen, dann gibt es keine Probleme.
Wenn man sich einem Aussie zu streng äussert, kehrt er meist in sich und verschliesst sich, aber äussert sich niemals mit Aggressivität. Der Aussie ist ein aktiver Hund und ist nicht für ein Leben auf dem Sofa geeignet. Wenn er nicht körperlich gefördert wird, neigt er dazu faul zu werden und sich selber zu beschäftigen... nicht gut für Möbel und Garten!

 




Einen Aussie erziehen

Wie es für alle Rassen wichtig ist, ist es auch für den Aussie wichtig schon in der ersten Monaten eine gute Erziehung zu geniessen. Damit man nicht ein unerwünschtes Benehmen bei einem irgendwann auch ausgewachsenen Aussie hat, ist die Sozialisierung des Welpens sehr wichtig.

Man muss den Aussie mit Liebe konsequentvoll erziehen, niemals mit Gewalt oder verbal angreifen, dies würde nur dazu führen, dass er sich in sich hinein verzieht.

Stimuliert euren Welpen, seit bei dem Spiel nicht passiv: Aussies lieben es angefeuert zu werden, besonders wenn sie ihr Maul einsetzen können. Ein gutes Spiel sind Zerrspielchen, dazu eignen sich alte Handtücher oder im Handel übliche Spielzeuge, die keine Verletzungen im Maul verursachen können. WICHTIG: das Spiel MUSS gestoppt werden, wovor der Welpe zu wild wird , um sich wieder ein wenig später auf neue in ein Spielchen einzulassen.

Unterbricht den Welpen nicht in seinem Spiel, wenn das Spiel nicht angebracht ist, versucht ihn einfach auf etwas anderes aufmerksam zu machen

 

Den Australian Shepherd ausbilden

Im Gegensatz zu anderen Gebrauchshunderassen, ist es beim Australian Shepherd wichtig, ihn nicht zu viel als Welpen zu fördern, es ist wichtig, dass er seine Jugend mit keinem grossen Druck erlebt. Aus diesem Grund braucht man bei ihm klare Regeln und bei den Übungen niemals in der Länge übertreiben. Hier gilt die Regel: wenige Dinge lernen, aber dafür gut.
Ebenfalls wichtig ist es, wegen ihrer Neigung zur Sturheit, andere Reize während der Ausbildung einzuführen. Somit ist es wichtig sie schon im frühen Stadium auf artgerechtes Spielzeug oder Futter zu fixieren, um sie damit im richtigen Moment stimulieren zu können.

Im Agility sind Aussies durch ihre Kapazität eng zu wenden und ihrer Möglichkeit schnell die Richtung zu ändern und dies oftmals aus dem Stand raus, sehr beliebt (diese Attitude wird bei der Arbeit mit Rindern sehr geschätzt, da die Rinder oftmals mit falschen Richtungswechlungen versuchen ihren Angreifer, in diesem Falle den Aussie, abzuwimmeln).

Ein Aussie wird immer ein leichtführbarer Hund in dieser Disziplin sein, da er, im Gegensatz zu anderen Rassen, ein sehr enges Verhältnis mit seinem Besitzer aufbaut, dass dazu führt, dass er selten eine Eigeniniziative an den Tag legen wird.

Der Aussie macht sich ebenfalls sehr gut als Fährtenhund, eignet sich hervorragend in Obedience, eine Sportart die Herrchen und Hund mit viel Konzentration fordert. Hierzulande findet man den Aussie auch als Schutzhund ausgebildet.

Ich bedanke mich bei Walla Wanda Australian Shepherd, dass ich ihren Text verwenden konnte, grazie Sig.ra Furlan

http://www.wallawanda.com/